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Fleißarbeit steckt hinter der Modelleisenbahn-Landschaft. Allein 14000 Bäume zieren die Berge und Hänge. Foto: Weber

Weitere Fortschritte auf der Modellanlage „Faszination Gotthardbahn“

Treue zum Detail wichtiger als schnelles Ausbauende

REICHELSHOFEN – In diesen Tagen bekommt die „Faszination Gotthardbahn“ in recht positiver Hinsicht zu spüren, dass Modelleisenbahn ein interessantes Thema gerade für die Zeit um den Jahreswechsel ist. „Wir merken ziemlich deutlich, dass sich jetzt mehr Besucher einfinden als sonst,“ betonte am Donnerstag Hans Köttgen.

Er steht gemeinsam samt Frau und Familie hinter dem ehrgeizigen Projekt, den berühmten Bahnabschnitt am Gotthard in der Schweiz möglichst detaillgetreu im Maßstab 1:87 nach Westmittelfranken zu verpflanzen und dem Publikum als Attraktion vorzuführen. 250 Quadratmeter und damit eine Riesenfläche stehen für dieses ehrgeizige Unterfangen zur Verfügung. Sie liegen in zwei weitläufigen und über Eck verbundenen Scheunentrakten auf dem eigenen Anwesen in Reichelshofen, wo sich der Eisenbahnfreund und Modelleisenbahn-Fachmann Hans Köttgen einen alten Traum erfüllt hat.

Immerhin schon seit Sommer 2002 rollen die Züge auf jener Anlage, die von ihren Initiatoren nicht von ungefähr als „Europas vorbildgetreueste Modellbahnschau“ bezeichnet wird. In der Anfangszeit brauchten die Besucher an etlichen Stellen schon noch etwas Phantasie, um sich vorstellen zu können, wie das alles im fertigen Zustand aussehen würde.
Doch Köttgen und seine anfangs etwas zahlreichere, später etwas kleinere Helferriege ließen sich von dem Riesenberg Arbeit, der da noch vor ihnen lag, nicht beeindrucken und machten fleißig weiter. Möglichst genau soll hier alles dem Original entsprechen. Jedes noch so kleines Teil wird meist in aufwändiger Handarbeit hergestellt, weil hier auf Bausätze nicht zurückgegriffen werden kann.

Im mühevollen Puzzle gilt es diese oft winzigen Stückchen zum Ganzen zusammenzufügen. Dass es unter diesen Vorzeichen dauert, im Einsatz nach Feierabend und an den Wochenenden voranzukommen, lässt sich denken. Aber wie gesagt, Anspruch geht vor Tempo.
Dass Köttgen damit auf dem richtigen Weg ist, beweisen begeisterte Stimmen von Modelleisenbahn-Experten. Die Anlage in Reichelshofen wird als Musterbeispiel an Detailgenauigkeit gepriesen, die alles andere weit in den Schatten stelle.

Auf über einen halben Kilometer Länge bringt es allein das Schienennetz der „Faszination Gotthardbahn“. 46 Brücken und Viadukte, 22 Tunnels und Galerien gehören dazu. Selbst Streckensteigungen sind genau an den realen Gegebenheiten des Bergabschnitts in der Schweiz orientiert. Über 2,5 Meter beträgt der Höhenunterschied, den die Züge des Formats H0 auf der Anlage überwinden müssen.

In Erstfeld hat die echte Gotthardbahn ihr Depot und ihre Zugdrehscheibe mit dem ganzen Drum und Dran fürs Bahnpersonal. Auf der Reichelshöfer Modellbahnanlage darf der Ort mit seinem umfangreichen Bahngelände natürlich nicht fehlen. Erstfeld wächst dort noch. Immer mehr Häuser, die genau dem Vorbild aus der Wirklichkeit entsprechen, fügen sich aneinander. Die Gärtnerei am Bahnhofsausgang ist schon komplett fertig.

Auch bei der Landschaft geht es Schritt für Schritt vorwärts. Das Stück zwischen Pfaffensprung Kehrtunnel und Leggistein Kehrtunnel ist in Kürze fertig. Abgeschlossen haben Köttgen und die an seiner Seite das Modellieren und ausgestalten der Landschaft um Amsteg-Silenen und des Abschnitts zwischen Intschi und Gurtnellen, wo nur noch einige Häuser fehlen.

Selbst in faunistischer Hinsicht hat die „Faszination Gotthardbahn“ einiges zu bieten. Insgesamt immerhin 14000 Bäume schmücken die Anlage.
Neu hinzugekommen sind inzwischen auch Dokumentationen, die besondere Aspekte an der Strecke in der Schweiz beleuchten. Zum einen geht es dabei um die Bergbauern im Reusstal und ihr Leben und ihre Arbeit. Zum anderen werden der Winter und die dort immer wieder vorkommenden Lawinenabgänge zum Thema gemacht.

„Bei uns zeigt sich die Gotthardbahn, wie sie zwischen 1960 und 1980 betrieben wurde“, betont Hans Köttgen und verweist damit auf Umbrüche, die es inzwischen auch bei der Schweizer Bahn gegeben hat. Von den auf der Anlage präsentierten fünf Bahnhöfen sind gerade noch zwei in Betrieb: Erstfeld und Göschenen.

Im Frühjahr soll die Riesen-Modelleisenbahn durch einen weiteren Schauraum ergänzt werden. Modellautos und Puppen werden dort präsentiert. Sie runden das überaus ansehnliche Aufgebot an Modellbahn-Lokomotiven und -wagen in den Vitrinen des Eingangs- und Bewirtungsbereiches ab.
„Rund zwei Drittel unserer Besucher sind Erwachsene, der Rest Kinder und Jugendliche“, freut sich Köttgen über die Resonanz vor allem unter den gestandenen Vertretern der Modellbahnszene, die über so manches technische Kabinettstückchen ganz aus dem Häuschen sind. Freilich lohnt sich gerade auch für den Nachwuchs ein Besuch der Reichelshöfer Schau, wie er meint: „Gerade in den Ferien ist ein Abstecher bei uns eine gute Alternative.“

Zum Jahresausklang hat die „Faszination Gotthardbahn“ mit einigen Sonderöffnungszeiten aufgewartet, unter sogar anderem sogar am Heiligen Abend. Auch an Dreikönig hat die Modellbahnschau in Reichelshofen von 14 bis 18 Uhr geöffnet, am Samstag, 7. Januar, dann von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 8. Januar, von 10 bis 17 Uhr.

ww, 05.01.2006

 
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