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Aufmerksame und zahlreiche Zuhörer bei der Bürgerversammlung im Musiksaal. Foto: diba

Eine sehr gut besuchte Auftakt-Bürgerversammlung im Musiksaal

Konstruktive Vorschläge erwünscht

ROTHENBURG – Sehr gut besucht war die erste Bürgerversammlung der jährlichen Reihe am Dienstag im Musiksaal. Oberbürgermeister Hartl und Stadtbaumeister Mühleck informierten, unterstützt von Bildern und Grafiken auf der Leinwand, über den Haushalt, die Bautätigkeit und die allgemeine Stadtentwicklung. Die Bürger nutzten die Gelegenheit zum Nachfragen.

Es wurde von den Besuchern als sehr hilfreich empfunden einmal anschauliche Grafiken zur Haushaltssituation sowie die entsprechenden Bilder zu den jeweiligen Themen projiziiert zu bekommen. Die Themenpalette reichte von der Industrie-Ansiedlungspolitik bis zur Stärkung der Altstadt, wobei Hartl die Bedeutung des Einzel- und Fachhandels betonte, den man stärken müsse. Erfreulich seien die jüngsten privaten Investitionen im Zentrum nach Änderung der Bebauungsplanfestsetzungen. Bei der Außenbewirtschaftung gehe es darum die Aufenthaltsqualität zu verbessern, wobei sich alle über den derzeit provisorischen Charakter im Klaren seien. Die Befürchtung, dass der Verkehr kollabiere, habe sich nicht bewahrheitet und die neuen Möglichkeiten draußen zu sitzen würden eifrig genutzt. Der Oberbürgermeister forderte die Bürger auf mitzuarbeiten und meinte: „Ich freue mich über konstruktive Vorschläge.“

Beim leidigen Thema Pferdekutschen habe man durch einschränkende Vorschriften die Situation deutlich verbessern können. In der Außenwerbung sei man dabei Auswüchse wieder auf das nötige Maß zurückzuführen. Allgemein, so Walter Hartl, könne man nicht immer nach dem Motto „Stadt mach mal“ die Dinge betrachten, sondern alle seien zur Mitwirkung an der Stadtentwicklung aufgefordert.

Die Verkehrssituation sieht Hartl noch weiter im Umbruch. Immerhin seien jetzt schon vierzig Prozent der Altstadt verkehrsberuhigt und die Verwaltung habe für 140 Verkehrsschilder weniger gesorgt. Die Tempo-20-Zone bewirke, dass langsamer gefahren werde, selbst wenn nicht immer auf diesem Schritt-Tempo. Auch das Durchfahren der Altstadt z.B. vom Heckenacker nach Süden habe eher nachgelassen. Nun überlege man probeweise die Torsperrung am Wochenende aufzuheben, denn die Belastung des Galgentors als einziges Zugangstor sei nicht ideal.

Hartl machte auch deutlich, dass alle dauerhaften Entscheidungen selbstverständlich im Stadtrat getroffen werden. Zur Verwaltung verwies er auf Neuausrichtungen vor allem im Verkehrsamt und beim Tourismus. Hier solle auch die Kooperation mit Hochschulen helfen. Es gelte Rothenburg als Tagungsort herauszustellen und die Angebote des Umlandes mehr einzubeziehen.

Wenn mancher frage, ob es nichts anderes mehr als Kultur gebe, so müsse er entgegnen, dass ein gutes Kulturangebot ein Standortfaktor für Betriebe sowie die Wohn- und Lebensqualität sei. Initiativen wie das Topplertheater und die Stöberleinsbühne seien nur zu begrüßen, das Geld dafür sei gut investiert. Ebenso lobte Walter Hartl die Mühlenweg-Initiative als Bereicherung und dankte dem Verkehrsverein. Nötig sei eine bessere Vernetzung des kulturellen Angebotes.

Die städtischen Baumaßnahmen mit dem größten Brocken der Kanalsanierung und des Bürgerheim-Umbaus (allein 3,9 Millionen Euro) erläuterte ausgiebig Stadtbaumeister Hans Mühleck. Er führte die vielfältigen städtischen Aufgaben vom allgemeinen Gebäudeunterhalt über die Schulen und Denkmalpflege bis zur Dorferneuerung in den Ortsteilen vor Augen.

Maßnahmen wie die Philosophenweg-Bebauung, das an der Ansbacher Straße geplante Gewerbegebiet und die Stadion-Sanierung erwähnte Hartl als Teile der Stadtentwicklung. Er wolle auch die Kinderspielplätze erneuern. Froh sei man über die Aufnahme ins Zuschussprogramm „Soziale Stadt“ (bis zu sechzig Prozent), wobei man das dafür auszuweisende Sanierungsgebiet über die Altstadt hinaus auf Randgebiete ausdehnen könne und wolle. Dabei sei nicht nur an das Hasa-Gelände, sondern eventuell auch an das Kulturbrauhaus zu denken.

In der Diskussion ging es um Parkprobleme im Spitalhof, das Thema Hunde und Rasen, den ungenügenden Grasschnitt am Straßenrand, die Fußwegsauberkeit und um öffentliche Toiletten. Ein Bürger warf der Verwaltung sehr erregt vor, sie würde „700 Anzeigen zum Ladenschlussgesetz ignorieren“ und das Stadtoberhaupt sei nicht unabhängig. Für seine weiteren nicht mehr nachvollziehbaren Verbalattacken gab es viel Kopfschütteln im Saal. Als dann noch von „Nazigesetz“ und anderem die Rede war, meinte der OB, auf dieses Niveau müsse man sich nicht begeben und bekam dafür deutlichen Beifall. Um nicht noch weiter auf eine unwürdige Ebene abzugleiten, schloss Walter Hartl die Versammlung.

Die zweite Bürgerversammlung findet am 6. November im Gemeindesaal Bettenfeld statt, am 7. in Leuzenbronn und am 8. November ist Abschluss im Detwanger Gemeindehaus.

diba, 24.10.2007


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