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Edith Schoeneck und Dr. Hellmuth Möhring in der Sakristei, die zu Jahresanfang eröffnet wird. Foto: diba

Mit Museumspädagogik und teilweiser Neugestaltung beginnt ein langer Weg

Neuausrichtung des Museums

ROTHENBURG – „Geschichte vor Ort begreifen“ lautet ein Motto bei der geplanten Entwicklung und Umsetzung „besucherorientierter, didaktischer und museumspädagogischer Maßnahmen“ für das Reichsstadtmuseum in Rothenburg. So wurde es in einem Pressegespräch am Dienstag vom Leiter des Museums und der beauftragten Kunsthistorikerin angekündigt.

Das Rothenburger Reichsstadtmuseum ist eigentlich eine ständige Baustelle, denn seit Jahrzehnten wird dort Raum um Raum hergerichtet. So steht auch jetzt wieder eine offizielle Eröffnung an, denn die Sakristei des Klosters wurde restauriert und jetzt mit religiösen Ausstellungsexponaten versehen. Damit gibt es auch einen weiteren Bezug zur geplanten „Vernetzung“ mit der fast benachbarten St. Jakobskirche. Überhaupt ist das Vernetzen von Angeboten für die Kunsthistorikerin Edith Schöneck ein wichtiges Thema. Sie hat das Gefühl, dass es bisher in Rothenburg daran fehlt. Bereits im Oktober hatte sie im Kulturausschuß des Stadtrates ein vorläufiges Konzept vorgestellt. Im Wesentlichen geht es darum das Reichsstadtmuseum so zu entwickeln, dass es die sogenannten ICOM-Kriterien erfüllt (das ist der internationale Museumsrat, der Anforderungen an ein anspruchsvolles Museum definiert hat).

In einem Pressegespräch mit der Lokalzeitung und der Landkreis-Zeitung erläuterten Museumsdirektor Dr. Hellmuth Möhring und Edith Schoeneck das Vorhaben. Man wolle künftig für eine klarere Gliederung der Sammlung sorgen, wobei die Stiftung Baumann ein wesentlicher Bestandteil ist. Auch das baulich bereits fertige Topplertheater mit dem historischen Nordhof des Museums gehöre zum Ensemble und solle in die Konzeption mit einbezogen werden. Vor allem den wenig einladenden Eingangsbereich möchte man neu gestalten. Dazu zählt ferner das Vorfeld des Gebäudes, das jetzt durch ein Sammelsurium an Trögen, Bänken, Absperrketten und Werbeständern geprägt ist. Schon von den zuführenden Gassen wird dem Passanten in keiner Weise signalisiert, dass sich dort ein sehenswertes Museum befindet.

Wie die Inhaberin der museumspädagogischen Werkstatt des Schlosses Obernzenn feststellt, ist bereits ein Designer mit der Gestaltung des Eingangsbereiches für Museum und Theater befaßt. Im Januar sollen Rundbriefe an Grund- und Hauptschulen verschickt werden, um über museumspädagogische Konzepte zu informieren und im Februar will Edith Schoeneck diese in einer Lehrerfortbildung vorstellen. Sie hat bereits das Konzept für den Europäischen Mühlenweg entwickelt, wie sie feststellt und denkt auch daran die Möglichkeiten von EU-Kulturtöpfen fürs Museum zu nutzen. Aus dem Reichsstadtmuseum müsse man einen „außerschulischen Lernort“ machen.
Geplant sind auch spezielle Führungen, wobei auch anschauliche Inszenierungen geplant sind, um das Ganze lebendig zu gestalten. Auf die Kirche, die Jugendherberge und vor allem auf die örtliche Gastronomie wird als Kooperationspartner gesetzt. „Eine Vernetzung von Museum und Stadt und anderen kulturellen Institutionen wird angestrebt”, heißt es.

Das Ganze erfordert Geld und Personal, wobei lediglich zehntausend Euro fürs nächste Jahr für einen Minimalstart eingeplant sind. Ob daraus wirklich ein durchfinanziertes langfristiges „Entwicklungsprogramm“ fürs Museum wird, bleibt abzuwarten. Dr. Möhring sieht selbst die dringende Notwendigkeit manches besser zu präsentieren und Dinge wie den Kurfürstenhumpen („Da fragen alle Japaner danach”) werbewirksam herauszustellen. Eigentlich geht es um einen Zehnjahresplan, der später sinnvollerweise auch eine enge Kooperation mit dem Kriminalmuseum zu berücksichtigen hätte. Die nur rund 25 000 Besucher lassen das Museum derzeit ein Schattendasein führen. Man hofft es ändern zu können.

diba, 18.12.2007


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