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Vorsitzende Petra Underbrink, Irmgard Mittermeier und Fraktionskollege Klaus Sudler. Foto: Düll

FRV will Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken

Arbeitsplätze im Mittelpunkt

ROTHENBURG – Schwere Zeiten für Wahlkämpfer. Die bedenkliche Finanzlage und die Defizite Rothenburgs als Wirtschaftsstandort sind nicht gerade ein Empfehlungsschreiben für die Stadtratswahl am 2. März und auch kein Zeichen gegen die Politikverdrossenheit vieler Bürger. Die Freie Rothenburger Vereinigung (FRV) kann da zumindest auf ihre traditionellen Standpunkte setzen, die im Einklang mit dem frischen Wind des Oberbürgermeisters aktueller denn je erscheinen.

So tritt die Vereinigung für ein professionelles Marketing der Stadt im Bereich Wirtschaft ein. Bei einem eigenen Referenten sollen alle Fäden zusammenlaufen, betonte FRV-Vorsitzende Petra Underbrink auf der Wahlkampfveranstaltung im Gasthof „Schranne“. Mit neuen Strategien im Verbund mit dem Umland und der zügigen Erschließung von Gewerbegebiet wollen die Freien Wähler die Voraussetzung schaffen für die Ansiedlung fortschrittlicher Betriebe und die Sicherung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.
Zur Stadtentwicklung gehören für sie auch weitere Neuerungen beim Service der städtischen Ämter. So hält es Petra Underbrink für geboten, dass Dienstleistungen wie z. B. Pass-Anträge auch übers Internet getätigt werden können. Auch Hausbesuche hält sie, wo dies wirklich notwendig erscheint, für angebracht.

Zu einer sparsamen Finanzpolitik gehört für die FRV die kritische Prüfung der Personalausgaben sowie eine Umstellung des Haushaltes vom kameralistischen auf das betriebswirtschaftliche System (vom Freistaat sei dies den Kommunen freigestellt). Dann würden die Kosten verursachenden und die gewinnbringenden Posten (auch für den Bürger) nachvollziehbar gegenübergestellt und die Stadt könnte wie ein Unternehmen wirtschaften, so Underbrink, von Beruf Steuerberaterin. Ein geschärftes Problembewusstsein legen die Freien Wähler auch zur Altstadt an den Tag. Diese wollen sie beleben und wieder mehr als bisher zu einer Einheit mit den Wohngebieten zusammenführen. Dabei treten sie für Grundsätzliches ein: für die schnelle Umsetzung des Leitbildes, Anreize für Investition in Wohnraum, Wohnprojekte für Jung und Alt („Mehrgenerationenhäuser“ im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“) – und auch für Details wie die Einrichtung von „Spielecken“ in der Altstadt als Teil eines Angebots an gepflegten Kinderspielplätzen.

Zum guten sozialen und kulturellen Angebot in Rothenburg bekennt sich die FRV ausdrücklich. Bücherei, Musikschule und Jugendzentrum haben ihre Unterstützung. Auch für den Erhalt des Krankenhauses treten die Freien Wähler ein. Eine solche selbstständige Klinik sei für eine Stadt wie Rothenburg nicht selbstverständlich, so Petra Underbrink.

Die Nutzung der regenerativen Energien hat sich die Gruppierung ebenso ins Programm geschrieben wie die Fortsetzung der Dorferneuerung (bei Veranstaltungen in den Ortsteilen will man darauf speziell eingehen).
Konkrete Vorschläge hatte die Vorsitzende auch in puncto Tourismus parat: einen Nordic-Walking-Pfad soll das Wanderwege-Netz ergänzen. Neben dem Erhalt des einzigartigen Stadtbildes sieht die FRV insbesondere in den Museen und dem Erlebnis der stadtnahen Natur ein Potenzial touristischer Attraktivität. Zusammen mit Landschaft, Kultur und Geschichte (auch der „Mühlenweg“ ist hier ein Stichwort) haben die Freien Wähler den Gesundheits-Bereich im Blick. „Wellness in Bad Windsheim und Romantik in Rothenburg“ wäre für sie ein ideales Paar.

Ausdrücklich würdigte Petra Underbrink in ihrer Rede die Arbeit in Vereinen und Rettungsdiensten. Dafür stehen auch die nicht selten ehrenamtlich tätigen 24 Kandidaten der FRV. Wie bereits kürzlich auf der Nominierungsversammlung (wir berichteten) stellten sich alle auf der jüngsten Veranstaltung nochmals kurz vor. Viele betonten die Notwendigkeit, sich als Bürger in die Stadtpolitik einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Rothenburg stehe vor einem größeren Umbruch, sagte Jürgen Weidmann. Die FRV bietet, was Alter und Beruf ihrer Bewerber angeht, eine breit gefächerte Liste und zudem Voraussetzungen für eine gewisse Erneuerung, ja vielleicht sogar Verjüngung. Mit Klaus Sudler und Peter Scheffler machen zwei verdiente Fraktionsmitglieder aus Überzeugung ihren Platz frei für neue Mitstreiter.

hd, 25.01.2008


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