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Nachrichten 09.12.2016, 08:38 Uhr

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Alte Wasserkraftturbinen wie diese müssen dringend wieder zum Laufen gebracht werden.

„Förderverein Taubermühlenweg“ will drohendem Entzug der Wasserrechte entgegenwirken

Alte Wassertriebwerke reaktivieren

ROTHENBURG – Rettet unsere alten Wassertriebwerke, unter diesem Motto stand eine Infoveranstaltung des „Förderverein Taubermühlenweg“ in Rothenburg, die sensibilisieren durfte.

Nach der Begrüßung und Einleitung durch Lothar Schmidt vom Vorstand des Fördervereins ging es in den Fachvorträgen der Referenten um die „Reaktivierung und Optimierung“ von Wassertriebwerken. Eine ganze Anzahl der alten Wassertriebwerke sei durch den drohenden Entzug der Wasserrechte, eingeleitet durch die Landratsämter, in den nächsten Jahren stark gefährdet, betont der Mühlenverein.

Landratsamt mahnt schriftlich

Die Eigentümer hatten 2009 vom Landratsamt Ansbach ein Schreiben erhalten, in dem angemahnt wird, die stillgelegten Wassertriebwerke innerhalb von drei Jahren wieder zu reaktivieren, ansonsten drohe der Entzug der alten Wasserrechte und damit auch der rechtlichen Grundlage zum Betreiben dieser vorhandenen, aber stillgelegten Wassertriebwerke. Auch müssten z. B. Wehranlagen und Bauwerke, welche den freien Durchfluss behindern, auf eigene Kosten entfernt werden.

Damit, so die Befürchtungen des Fördervereins, würden ganz elementare Bauteile der typischen Mühlen-Landschaft an unseren Flüssen für immer verschwinden. Gerade sie stehen aber an herausragender Stelle einer gewachsenen Mühlen-Kulturlandschaft und somit auch für einen immer stärker gewünschten „sanften Tourismus“. Auch die Erzeugung von erneuerbarer, sauberer Energie durch die Nutzung der Wasserkraft wäre durch diese Wassertriebwerke nach einem Entzug der alten Rechte nicht mehr möglich.

Klimaschutz mal drei

Drei marode, im Dornröschenschlaf schlummernde Wasserräder sind im letzten Jahr im oberen Taubertal im Bereich Rothenburgs wieder in Gang gesetzt worden. Die Wasserräder an der Steinmühle, der Fuchsmühle und der Lukas-Röder-Mühle wurden durch das Engagement der Eigentümer mit gro­ßem Arbeitseinsatz und finanziellem Aufwand zu neuem Leben erweckt. Diese Wasserräder erzeugen wieder elektrische Energie und tragen so zur Minderung des Kohlendioxid-Aussto­ßes und damit auch zum Klimaschutz bei.

Alex Molitor, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, stellte an Hand einer Fotoserie die Reaktivierung des Wasserrades in der Fuchsmühle, welche er mit dem Mühlenbauer Robert Vetter durchgeführt hat, vor.

Mit Elektronik

Die Referenten Udo Stallmann aus Rügland und Wolfgang Ostertag aus Gebsattel gingen in ihren Fachvorträgen kompetent auf die Überholung von Turbinenanlagen und Schaltanlagen zur Steuerung von Turbinen- und Rechenanlagen ein.

Während sich die Technik bei den Turbinen in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich verändert hat, ist durch eine moderne Steuerungselektronik mehr Komfort und auch ein höherer Wirkungsgrad der Anlagen zu erreichen.
Gleichwohl ist die Reaktivierung von kleinen Wasserkraftanlagen und Wasserrädern meist relativ teuer. Der Erhalt der Anlagen hängt somit viel vom Idealismus der Eigentümer, aber auch von den in Zukunft sicher weiter steigenden Strompreisen ab.

Alternative: Wasserkraftschnecke

Die Wasserkraftschnecke, eine zur Energieerzeugung umgebaute Förderschnecke stellte an dem Abend beim Mühlenverein der Vertreter der Firma Rehart-Wasserkraft in Ehingen am Hesselberg vor. Wie Georg Zeiler ausführte, kann sie bei speziellen Bedingungen durchaus eine Alternative zu den herkömmlichen Turbinenarten oder zum Wasserrad darstellen. In offener Bauweise sei sie aber für denkmalgeschützte Anwesen weniger geeignet.

Im Abschlussvortrag zeigte ein Mitarbeiter der Sparkasse Rothenburg übersichtlich Finanzierungsmöglichkeiten bei Erneuerungsmaßnahmen durch Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Landwirtschaftlichen Rentenbank auf.

Eine lebhafte Diskussion und eine Anzahl von Fragen an die Referenten zeigte das große Interesse der zahlreichen Zuhörer, die auch aus den angrenzenden Landkreisen gekommen waren.

Ein Vertreter des „Förderverein Taubermühlenweg“ betonte zum Schluss, dass man von Vereinsseite gerne mit Rat und Tat bei einer geplanten Reaktivierung zur Seite stehen werde, um den Bestand von weiteren Wassertriebwerken für die Zukunft zu sichern.

Der Zusammenschluss sieht in diesem Punkt ein wichtiges Anliegen, mit dem nicht zuletzt auch die alten Mühlen und ihre Anlagen stehen und fallen.

, 20.04.2010

 
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