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Gestern an der Baustelle zu Füßen der Doppelbrücke: Baggerführer und Bauleiter haben das Maßband herausgeholt. Fotos: Weber

50000-Euro-Projekt zu Füßen der Doppelbrücke

Arbeiten an großer Fischrampe

ROTHENBURG – An der Doppelbrücke haben jetzt die Bauarbeiten für eine große Fischrampe begonnen. Bauherr ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach. Mit dem Projekt soll Fischen und Kleinlebewesen das Flußaufwärtswandern auf der Tauber erleichtert und der Fluss ökologisch bereichert werden.

Rund 60 Meter Länge und zweieinhalb Meter Breite wird das rund 50000 Euro teure Bauwerk aus Natursteinen unmittelbar zu Füßen der Doppelbrücke einst aufweisen und einen Höhenunterschied von etwa zweieinhalb Metern überwinden. Anfang Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Als „naturnahe Fischrampe in Beckenbauweise“ ist das Projekt ausgelegt und gilt als relativ aufwändiges, aber gleichzeitig auch recht effektives Mittel beim ökologischen Gewässerausbau. Hintergrund des Eingriffs ins bestehende Flussbett sind strengere Vorgaben auf europäischer und auch auf nationaler Ebene.

Einerseits gehört dazu das Wasserhaushaltsgesetz mit seinen Bestimmungen über den Schutz und die Nutzung von Oberflächengewässern und des Grundwassers, seinen Vorschriften über den Ausbau von Gewässern und die wasserwirtschaftliche Planung sowie den Hochwasserschutz. Andererseits ist es die EG-Wasserrahmenrichtlinie, mit der die Kommission mit Sitz in Brüssel den Zustand der „aquatischen Ökosysteme“ sichern und verbessern will, die Wasserreserven langfristig schützen und die Bevölkerung auch vor Überschwemmungen und Dürren bewahren möchte.

Zwei große Steinquaderriegel werden das Bauwerk einst seitlich einfassen. Regionaltypisches Gestein wird bei der tauberabwärts auf der rechten Seite im Fluss entstehenden Rampe verwendet, und zwar Muschelkalk aus der Gegend von Sommerhausen. Rund 700 Tonnen davon sind erforderlich. Das Bauwerk wird sich in der Längsrichtung aus 17 rund drei Meter großen Becken mit rund 15 Zentimeter Höhenversatz zusammenfügen. Es wird so am Rand positioniert, dass dabei auch gleich die zum Teil ausgeschwemmte Ufermauer stabilisiert und vor Schäden geschützt werden kann.

Erläutern die Planung: Andreas Uhl (l.) und Erwin Appel vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach.

Parallel zur Anlage des einen, größeren Bauwerks wird einen Steinwurf tauberaufwärts auf Wunsch und auf Kosten der Herrnmühle und der Lukas-Röder-Mühle das Mühlenwehr in der Mitte des Flusses mit einer weiteren, allerdings wesentlich kleineren Rampe fischdurchgängig gemacht. Ob das Resultat den Eingriff und die Kosten rechtfertigt? Andreas Uhl, Sachgebietsleiter Wasserbau im nördlichen Landkreis aus dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach und sein Kollege Erwin Appel (bisher Sachgebietsleiter Süd und künftig auch Sachgebietsleiter Nord) wissen, dass es hier Skeptiker gibt.

„Alle Untersuchungen belegen, dass so etwas Sinn macht und auch wirkt,“ sagten sie uns gestern, als wir an der Baustelle vorbeischauten. Baggerführer Bernhard Nagler von der beauftragten Baufirma aus Gollhofen und Günter Damm vom Wasserwirtschaftsamt, der die örtliche Bauleitung hat, spucken in die Hände. Es gibt zu tun für sie.

-ww-, 08.09.2010


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